Vorwort – Der Kopf glüht im Rot einer Tomate, hunderte Schweißperlen fließen und verdampfen auf der fiebrigen Haut. Das schmerzverzerrte Gesicht beginnt zu zittern und ein unerträgliches Stöhnen übertönt das Plätschern eines braunen Wasserfalls. Starr klebt der Körper auf der stinkenden Schüssel und wünscht sich einen Eiszapfen in den Hintern.
Wer der Chili-Schote einen Blowjob gibt, muss auch mit Analverkehr rechnen. Ihr geschmackloses Capsaicin ist purer Schmerz und lässt unsere Schmerzrezeptoren auf Hochtour reagieren. Gleichzeitig denken die Sensoren FEUER! und lösen Hitzewallungen aus, die uns sogar vom Hocker hauen können. Doch warum tun wir uns das eigentlich an? LEL Schwäbisch Gmünd [29.04.10] weiß die Antwort: Hot Food ist eine Droge. Durch die hervorgerufene Schmerzreaktion benebelt uns der Körper mit Glückshormonen (Endorphinen) – der sogenannte Pepper-High-Effekt.



