Vorwort – In Mexiko sagt man: „Der gute Vorsatz ist ein Gaul, der oft gesattelt, aber selten geritten wird.” Ganz schön schlaue Leute diese Mexikaner.
Ich bin schwach. Ein Gang zum Barkeeper mit dem Bestreben diesmal nur eine Cola zu bestellen, endet zum x-ten mal mit einem Cuba Libra und einem Kurzen. Hatte ich mir heute nicht eigentlich vorgenommen klaren Verstandes nach Hause zu gehen? Stattdessen torkel ich gefüllt mit klarem Fusel das Treppenhaus hinauf und versuche schließlich meine Haustür zu öffnen bis ich merke, dass ich noch ein Stockwerk höher muss. Wer war Schuld? Eigentlich mein Durchhaltevermögen, aber ich schiebe es lieber auf den Freundeskreis.
Schon oft hatte ich nach peinlichen oder beängstigenden Suffabenden beschlossen den Alkohol aus meinem Leben zu verbannnen. Mit Schnaps im Blut wird der Teufel auf der Schulter immer größer und letzten Endes wach ich total verwirrt mitten in einer Kleinstadt auf und weiß nicht, wo oben und unten ist. Einer von mehreren Extremfällen, die man niemals wiederholen will, wenn nicht… Wenn es nicht wieder heißen würde: “Matze, du trinkst nichts? Komm ich geb dir einen aus!” Spätestens beim himmlichen 7ten mal schwebe ich auch schon wieder im Alkoholrausch.
Abstinenz schließt dich aus vom Partyvolk. Gerade beim gemeinschaftlichen Ritual des Anstoßens fühlt man sich stark als Außenseiter mit einem Glas Wasser in der Ecke. Ich bewundere Leute die ihre Grenzen kennen und durchsetzen. Wie macht ihr das? Mir fehlt’s auf Dauer noch am eisernen Willen! Mein Rekord sind 4 Monate ohne, aber irgendwann kriege ich das schon gebacken. Beim Backen geht ja bekanntlich auch der Alkohol verloren.
Gruß
MisterFuchs
Tags: Alkohol, Durchhaltevermögen, Freundeskreis, Fusel, Party, saufen, Schnaps, Schuld, Vorsätze




Hey, matze schreibt wieder.
Man soll ja bekanntlich aufhören wenns am schönsten ist.
Als bei mir noch der Alkohol floss hatte ich es zum Schluss so gemacht das wenn der Pegel erreicht war, ich einfach nur noch nicht-alkoholisches getrunken habe.
Solltest du darüber die Kontrolle verlieren, einfach ein Bier und ein Schnaps früher auf nicht-alkoholisches umsatteln.
Da heißt dann aber nicht das du den ganzen Abend auf suff verzichten musst. Wenn angestoßen wird, machste einfach mit.
Ich hatte das Glück, trotz voll suff immer noch die Kontrolle über mich zu haben…jedenfalls geistig. xD Da kann mans dann auch gut einschätzen wann genug ist.
Ich denke aber dass das einfach nur eine “probieren” Sache ist, wie man am besten damit klar kommt. Denn die volle Abstinenz ist schon hart, keine frage. Es muss aber jeder für sich entscheiden. Mein Hauptgrund war das Autofahren. Denn z.B. die Abhängigkeit sich jedes mal einen Schlafplatz suchen zu müssen ist schon echt misst.
Gruß, bruegge