Vorwort – Besonders als Mann hat man natürlich eine enge Beziehung zu seinen Kronjuwelen. Mit Sex und künftigen Kindern im Hinterkopf hat mich die Sensibilität des Hodens dazu veranlasst, seine natürlichen Feinde ausfindig zu machen und deren Gefahr einzuschätzen. Wie sagt man so schön? Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
So genau denkt man im Alltag eigentlich gar nicht drüber nach. Vor allem dann nicht, wenn die Welt einem noch zu Füßen liegt und an Nachwuchs nicht zu denken ist. Kinder und Jugendliche treten und schlagen sich aus Jux gegenseitig in die Eier. Helm und Gelenkschoner kleiden den Skater, BMXer oder Inliner, doch der Eierschutz kam nicht mit der Post. Und wenn’s wirklich mal zwickt im Schritt geht es erst zum Urologen, wenn es schon fast zu spät ist. Warum? Es ist peinlich, erniedrigend, nicht männlich und lästig. Allerdings ist es noch viel schlimmer, wenn es irgendwann heißt: “Unfruchtbar, impotent oder schlimmer – Schnipp, schnapp, Eier ab!” Man(n) will gar nicht drüber nachdenken und die Frau ist auch nicht glücklich, wenn der Griff zum Sack ins Leere geht. Dank der Medizin müssen Beide heutzutage zum Glück auch ohne Hoden nicht auf Sex verzichten, aber was schadet nun dem Gehänge? MensHealth.de und News.de [27.04.10] haben einiges zusammengetragen:
- Die enge Hose – Sie ist zwar nicht unbedingt ein Versprechen auf Unfruchtbarkeit, aber Spermazellen mögen nur Temperaturen zwischen 33 und 35 Grad. Hoden wollen deshalb ins kühle, freie Säckchen und nicht von der Buchse an den heißen Körper gepresst werden. Sonst “verkochen” noch die Spermien.
- Heißes Bad, Sauna oder Autoheizung – Analog zu der engen Hose könnten Hodenbäder und Eier auf der “Pfanne” ein möglicher Faktor sein, dass die Zeugung nach hinten losgeht.
- Spiegelei – Wenn der Fussball, das Geländer oder der Kumpel die Pflaumen einmal richtig trifft gibt es Pflaumenmus. Hodenprellungen bringen dich schneller zu Boden als ein KnockOut. Ist der Hoden zerissen, darf er gleich ab.
- Muskeldoping – Der Hoden schrumpft bis auf Daumennagelgröße, bekommt er genug Steroide und die Zeugungfähigkeit lässt dann selbstverständlich auch zu Wünschen übrig.
- Rauchen – Die Fluppe ist einer der Hauptrisikofaktoren für die Unfähigkeit ein Kind zu zeugen und falls es doch klappt, sollte man erst recht aufhören.
- Stress – Psychische Dauerbelastung bedeutet Produktionsstopp. Die Hoden werden fristlos entlassen, weil der Organismus seine finanziellen Mittel für den Stressabbau ausgeben will. Nach dem Motto: “Lieber unfruchtbar als tot.”
- Wenig Sex – Das ist doch mal eine gute Nachricht. Spermien auf der Ersatzbank werden mit der Zeit unsportlich und liefern irgendwann keinen guten Sport mehr auf dem Feld, wenn es Richtung weiblichen “Fussball” geht. Also lasst sie spielen!
- Ernährung – Laut einer Studie haben Männer mit einem BMI-Wert zwischen 20 und 25 mehr Power in der Hose. Sport und eine ausgewogene Ernährung sind auch für die Power im Bett förderlich. Allerdings sollten Männer auf die Aufnahme von Sojaprodukten achten. Spermien und Soja sind nämlich auf Kriegsfuß. Kleiner Tipp: Vitamin B6, B12, C und E, Zink, Folsäure und Omega-3-Fettsäuren sind dagegen gute Hoden-Aufputsch-Mittel.
- Erkrankungen – siehe Artikel: Woran kann der Hoden erkranken?
Wer also Kinder bekommen möchte, hat einiges im Alltag zu beachten. Achtet ihr sogar schon auf einige der genannten Gefahren, um euren Nachwuchs zu sichern? Wem geht es mehr oder weniger am Arsch vorbei? Interessiert dieser Artikel eigentlich auch die Frauen oder überlässt ihr den Hoden allein dem Manne?
MisterFuchs



