Vorwort – Samstag war endlich wieder Baumblüte in Werder [24.04.10] und mit ihr kam die süße Alkoholfee in meinen Körper. Über Nacht nahm sie sich heimlich ein Taxi und ließ ihren nervigen Kater zurück. Was war passiert und warum geht’s mir so scheiße?
Die Alkoholfee ist nichts weiter als ein fieses, flüssiges Rauschmittel. Es kriecht durch Mund (2%), Magen (20%) und Darm (Rest) in die Blutbahn. Von daher dauert es seine Zeit bis eine Wirkung zu spüren ist (bis zu 2 Stunden). Fetthaltiges Essen, Honigbrot, saurer Hering und Aktivkohle können zwar die Alkoholaufnahme verlangsamen, doch viel Alkohol bedeutet immer viel Wirkung. Novafeel.de [26.04.10] beschreibt die Abstufungen:
- Unter 0,2 Promille: enthemmende Wirkung, Redseligkeit
- Ab 0,3 Promille: Sehbeinschränkung, geringere Aufmerksamkeit
- Ab 0,5 Promille: höhere Risikobereitschaft, schlechte Reaktion
- Ab 0,8 Promille: Gleichgewichtsstörung, Hemmungslosigkeit und Tunnelblick
- 1,0 bis 1,5 Promille: Sprachstörung, gesteigerte Agressivität
- 2,0 bis 2,5 Promille: Lallen, starke Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen
- Ab 2,5 Promille: Bewusstseinseintrübung, Lähmungserscheinungen, Doppeltsehen und Blackouts
- Ab 3,5 Promille: lebensbedrohliche Zustände
- Ab 5,0 Promille: in den meisten Fällen TOD!!!
Die Alkoholfee kann also auch ziemlich hinterlistig sein. Sie zerstört dein Hirn und innere Organe, macht dich fett oder impotent und schenkt dir möglicherweise einen Krebs oder ein behindertes Kind. Schlimm genug, aber da war ja noch der nervige Kater. Der Alkohol muss nämlich wieder raus aus dem Körper (0,9 bis 0,15 Promille pro Stunde). Die „Fahne“ bringt 5% vor die Tür, jeweils 2% werden durch Urin und Haut abgeschoben und der Rest wird durch die Leber gefickt. Das hat seine Konsequenzen.
Wikipedia [26.04.10] beschreibt die Symptome dieser leichten Alkoholvergiftung wie folgt: Kopfschmerzen, flauer Magen, allgemein Unwohlsein, häufig Erbrechen, eingeschränkte Motorik- und Geistesfähigkeit (Konzentrationsmangel, zitternde Hände) bis zu Angstzuständen. Wer ist genau dran Schuld? Sueddeutsche.de [26.04.10] kennt die einzelnen Hangover-Faktoren:
- Flüssigkeitsmangel sorgt dafür, dass dem Blut Wasser entzogen wird.
- Acetaldehyd (Zellgift) entsteht beim Abbau von Ethanol und haut schon mal in die Fresse.
- Formaldehyd (Zellgift) entsteht beim Abbau von Methanol und tritt dir erst richtig in die Eier.
- Gute Katerauslöser sind Fuselalkohole (Geschmacks- oder Aromastoffe), stark enthalten in billigem Wein, billigem Bier (siehe Kommentar von Alex), in Alcopops, Whiskey oder Rum. Hochwertiger Wodka hat die geringsten Anteile.
Je weniger „Verunreinigungen“ die Alkoholfee also mitbringt, desto kleinerer ist der Kater. Der Mix unterschiedlicher Getränke hat gar keine Katerauswirkung. Es sei denn man mixt den Schnaps auch mal mit Brause oder trinkt zwischendurch ein Glas Wasser. Der Kater ist nämlich wasserscheu und mag auch keine Vitamine (Obst) und Mineralien (vor allem Magnesium), ACC und NAC sowie frische Luft – weiß Perfectdrinks.de [26.04.10].
Die Katerfallen sollten auch schon vor dem Pennen aufgestellt werden, sind allerdings kein Versprechen, dass der Kater nicht durchs Hintertürchen kommt (eine nette Anspielung an den Suffschiss). Letztendlich ist der Kater aber der notwendige Spiegel, der uns zeigen will, dass leichtsinniges Saufen unser Leben verkürzt. Prost!
MisterFuchs
P.s.: Fragen, Erfahrungen, Anmerkungen?
Tags: Alkohol, Baumblüte, Fusel, Gesundheit, Gift, Hangover, Kater, Rauschmittel, Spiegel, Suff, Tod, Vergiftung, Wasser, Werder




hatte mal vor ner weile sone bestenliste gesehn…
oettinger schneidet wie erwartet ganz schlecht ab…
krombacher is auch ziehmlich mies was fusel angeht…
lübzer liegt im mittelfeld
becks liegt hat sehr wenig fuselstoffe, is also in der hinsicht eher besser fürn kopp
Bestenliste:
http://www.menshealth.de/pils-biere.16495.htm